Träume

Das Thema Träume spaltet die Menschen. Die einen gehen fest davon aus, dass sie eine Bedeutung haben, die anderen halten das für Humbug. Doch in fast allen Köpfen ist der Glaube, dass nur ein Psychologe wirklich helfen kann die Träume zu verstehen, dass nur sie die Archetypen, die in den Traumsymbolen versteckt sind kennen und nur sie die Bedeutung der Träume für den Träumenden entschlüsseln können.

Ich habe in diesen Kontext einen schon fast häretischen Gedanken: Derjenige, der am besten entscheiden kann, was seine Träume bedeuten ist der Träumende und nur dieser allein.

Ich lege in diesem Text keinen Wert darauf andere Menschen zu überzeugen. Ich möchte nur meine Gedanken dazu äußern und erzählen, wie ich bei der Traumdeutung vorgehe. Ein jeder findet seinen eigenen Weg, doch vielleicht kann meiner den einen oder andere inspirieren.

In Träumen erscheinen archetypische Symbole. Archetypen sind Bilder im kollektiven Unbewussten – also in dem Unbewussten, dass bei allen Menschen in einer Gesellschaft gleich ist. Es gibt sehr viele Bücher über Traumdeutung und Archetypen. Doch ich denke, dass man die Bedeutung der Archetypen auch ohne sie auswendig zu lernen erfahren kann. Denn sie sind in unserem Unbewussten gespeichert und so können wir über unsere Intuition darauf zugreifen. Ich bin mir sicher, dass wir die Symbole, die in unseren Träumen auftauchen, entschlüsseln können.

Nur wie kann man dabei vorgehen?

1) Traum in so vielen Details wie möglich aufschreiben. Das aufschreiben ist sehr wichtig. Denn beim schreiben kommen noch mehr Details ans Licht. Wichtig dabei ist, nicht auf die Rechtschreibung oder den Satzbau zu achten. Einfach den Stift über das Papier gleiten lassen. Falls es wichtig ist, kann man es später noch einmal schön abschreiben.

2) Sich selbst überlegen, wie man sich gefühlt hat, als man aufgewacht ist und aufschreiben.

2) Notieren, welche Symbole im Traum enthalten waren. Alles kann wichtig sein

3) Sich selbst zu jedem Symbol fragen: „Wenn dieses Symbol etwas bedeutet, was könnte es sein?“ und dann einfach seiner Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Auch für die Menschen, die glauben, sie hätten keine Phantasie und Kreativität. Einfach herumspielen und ausprobieren. Wie würde ein Kind dieses Symbol anschauen und was würde es darüber sagen?

Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch. Alles ist gut.

Es kann eine gute Idee sein, dies mit Freunden zu diskutieren, dabei kommt man sehr schnell auf ganz neue Ideen.

4) Was könnte diese Bedeutung mit meinem Leben, mit meiner Lebenssituation zu tun haben?

5) Bei geschlossenen Augen überlegen: Wie könnte der Traum weitergehen? Wie könnte man das Problem lösen? Dabei einfach die Gedanken fließen lassen, auch hier gibt es kein Richtig und Falsch. Was wäre noch alles möglich.

Gerade wenn man einen Traum hat, der einen mit einem schlechten Gefühl hat aufwachen lassen, vielleicht sogar mit einem Gefühl von Horror, kann es hilfreich sein, den Traum in Gedanken weiterlaufen lassen. Wir wachen im Normalfall aus Alpträumen an der schlimmsten Stelle auf, weil wir erschrecken oder nicht mehr miterleben möchten, was danach passiert. Doch wenn man in seiner Phantasie den Traum weiterlaufen lässt, stellt sich meistens automatisch eine Problemlösung ein. Was könnte diese Problemlösung sein?

Ich wünsche schönes Träumen!

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