Vertrauen

„Ich möchte Vertrauen haben“, sagt der Mund
und möchte es glauben.
„Pah! Vertrauen. Wer kann denn das brauchen?“
stänkert der Kopf. „Was soll das denn?
Der Mund immer mit seinen Ideen!
Ich habe Zweifel, ich habe Sorgen.
Vertrauen – das kann ich einfach nicht sehen!“

Jedoch, während der Kopf anfängt
seine ganze Wut zu entfachen
beginnt das kleine Wort „Vertrauen“
sich auf die Reise zu machen.
Es sucht einen Platz, wo es wachsen kann
und sprießen lassen neue Triebe.
Und findet schließlich einen Platz im Herzen
geschützt von großer Liebe.

Im Schutze der Liebe
wächst und gedeiht das Vertrauen.
Schon bald kann es
über die Begrenzung des Herzens schauen.
Und mit größerwerdendem Vertrauen,
beginnt ein kleiner Samen zu keimen.
Es ist ein Wunsch, der mit jedem Tag
beginnt zu leuchten und scheinen.

Im Schutze des Vertrauens
kann der Wunsch beginnen
sich zu öffnen und
ganz langsam, verborgen, von drinnen
hinauszusehen in die Realität
und zu schauen was dort geboten ist.
Langsam sucht er nach Wegen wahr zu werden,
bevor man ihn vergisst.

Vertrauen und Wunsch wachsen beide immer weiter,
breiten sich im ganzen Körper aus,
steigen auch nach oben wie auf einer Leiter.
Bis sie schließlich an den Rand des
Reiches vom Kopf angelangen
Bange schauen sie sich um:
„Was wenn der Kopf anfängt uns einzufangen“

„Er wird uns erdrücken mit all seinen Zweifeln und Sorgen.“
sagt leise der Wunsch. „Dabei sehe ich schon
wie ich wahr werde – vielleicht morgen.“
Doch das Vertrauen ist groß geworden, kräftig und stark.
„Das soll er nur versuchen.
Wir werden ihm schon zeigen. Ich tu was ich vermag“

Der Kopf hört leise zu, sieht alles was Wunsch und Vertrauen
auf den Weg gebracht haben,
alles was sie begonnen haben aufzubauen.
„Na, ich habe doch von Anfang an gesagt,
dass das alles möglich ist.
Hätten sie besser gleich auf mich gehört,
jeder weiß, ich bin der größte Optimist“

Sagt der Kopf, laut genug, dass es alle hören können.
Doch das Vertrauen hat Liebe gelernt
und beschließt ihm den Moment zu gönnen.
Es denkt sich: „Wenn er auf unserer Seite ist,
werden wir noch viel mehr schaffen.
Und noch viel mehr große
und kleine Wünsche möglich machen.“

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