Traurigkeit

Ich möchte heute gerne über Traurigkeit und all die negativen Gefühle schreiben, die nicht angenehm zu fühlen sind. Es gibt Menschen, die sind wahrlich Meister darin, diese Gefühle, wenn sie aufkommen nach ganz hinten in ihr Herz zu schieben, an den Flecken, an den kaum Licht kommt.

In manchen Büchern und Vorträgen von spirituellen Menschen, könnte man sogar den Eindruck bekommen, dass genau das richtig ist. Es wird nur darüber gesprochen, dass man seine Gedanken und Gefühle kontrollieren soll. Und damit stimme ich vollkommen überein. Doch es bringt nichts, dadurch seine negativen Gefühle wegzusperren. Denn alles was weggesperrt ist, wartet nur darauf irgendwann auszubrechen – und dann in einem Moment an dem man es absolut nicht brauchen kann.

Wie wäre es, wenn man das, was gerade an Gefühlen da ist, einfach fühlt. Traurigkeit traurig sein lässt. Wut wütend sein lässt. Ärger ärgerlich sein lässt. Sie verlieren an Macht, wenn man Ihnen Raum lässt. Sie werden kleiner und verschwinden irgendwann. Müssen also nicht mehr mit großer Kraftanstrengung in ihrem Versteck gehalten werden.

Trotzdem kann man noch auf seine Gedanken achten, traurig sein, über das was gerade ist und nicht noch weitere tiefschwarze Visionen erschaffen in den dunkelsten Farben. Nicht die Traurigkeit in die Zukunft projizieren, sondern in dem Moment sein lassen, was sie ist. Auch wenn man im Moment traurig ist, kann man eine positivere Zukunft erschaffen und selbst wenn das nicht klappt, kann man verhindern eine negative Zukunft zu erschaffen.

Was wäre, wenn unser Herz nicht mit so vielen Dingen belastet wäre, die wir nicht fühlen wollten? Wie leicht könnte es sich anfühlen? Wie viel freier könnte es sein?

Es gibt einfach Tage an denen muss man auch im Herzen aufräumen, staubwischen, fegen, Spinnweben entfernen und frische Luft hereinlassen.1010

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