Hier möchte ich Euch gerne diese sehr sanfte und gleichzeitig doch so schön intensive Art und Weise der Asana-Praxis vorstellen, die ich vor zwei Jahren kennen und lieben gelernt habe:

Im Gegensatz zu unseren Lebensweisen, die oft geprägt sind von ganz viel Aktivität, Stress, Anspannung, Leistungsdenken und Powern (also Yang), steht die Praxis des Yin Yoga unter dem Stern der Entspannung, des Loslassen, des Zu-sich-kommen und Bei-sich-seins.

Zentrale Elemente sind dabei das lange Halten (Zeit) von Positionen (Asanas) mit entspannter Muskulatur (Schwerkraft), um so die Gewebeschichten im Körper zu erreichen, auf denen unsere Emotionen gespeichert sind (Faszien = Bindegewebe).

Die allermeisten Yin-Haltungen werden im Sitzen oder Liegen ausgeübt, mit dem Ziel Blockaden, Verspannungen und Verklebungen des Bindegewebes zu lösen. Denn dort verlaufen nach Auffassung der TCM (Trad. Chin. Medizin) die Energiebahnen (Meridiane) durch unseren Körper.

Im Yin-Yoga liegt der Fokus auf dem Entspannen in eine Haltung hinein. Nicht, wie im Yang-Yoga auf Muskelaufbau und Kräftigung. Es geht auch nicht um das Erreichen einer bestimmten Ästhetischen Form von Asanas, sondern vielmehr darum die jeweiligen Zielbereich im Körper zu erreichen (z.B. Beinrückseite in der Vorbeuge, wobei dabei egal ist, ob die Beine und der Rücken gestreckt sind oder nicht, solange eine Öffnung der Beinrückseite erreicht wird).

Viele weitere tolle Informationen rund um Yin-Yoga findest du auch hier (auf Englisch).
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